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11. März 2004

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Positives zur Akupunktur auch im Deutschen Ärzteblatt

"Die schmerzlindernde Wirkung von Akupunktur ist nach strengen naturwissenschaftlichen Kriterien nachweisbar. Das belegt eine jetzt veröffentlichte Studie der Friedrich-Schiller-Universität Jena (Anesthesia & Analgesia 2004; 98: 141-147), bei der die Wirkung der Akupunktur erstmals in einem Versuchsdesign (Doppelblindversuch) anhand der elektrophysiologischen Auswirkungen bei Schmerzreaktionen untersucht wurde. ...

Im Rahmen des Forschungsprojektes haben Ärzte der Jenaer Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie gemeinsam mit Psychologen vom Lehrstuhl für Biologische und Klinische Psychologie freiwillige Probanden unter Narkose Schmerzreizen ausgesetzt und mit elektrischer Nadelakupunktur an traditionellen Schmerzpunkten am Bein behandelt. Durch die Erfassung der Hirnströme (evozierte Potenziale) wurde die elektrische Antwort des Körpers auf Schmerz mit und ohne Akupunkturbehandlung verglichen. Dabei lässt sich aufgrund spezifischer elektrischer Muster der Gehirntätigkeit unabhängig von der subjektiven Wahrnehmung der Person ableiten, ob der Proband einen Schmerz spürt.

Diese Methode gilt als objektive Messmöglichkeit von Schmerzreaktionen. Da die Akupunkturbehandlung unter Narkose erfolgte, wurde verhindert, dass die Reaktionen durch das Wissen der Patienten um die Akupunkturbehandlung beeinflusst werden konnten - und somit wurde ein Placeboeffekt ausgeschlossen. Auch das Studienteam war - mit Ausnahme des Akupunkteurs - verblindet. Im Vergleich zeigte sich dabei ein schmerzlindernder Effekt der Akupunkturbehandlung anhand einer Abflachung der evozierten Potenziale.

"Die Schmerzreize konnten durch den Einsatz der Akupunktur gedämpft aber nicht völlig abgeblockt werden" wertet Erstautor Dr. Winfried Meißner (Jena) die Ergebnisse.

"Das weist darauf hin, dass die Akupunktur ein relativ schwaches Analgetikum ist - also mehr als ein Placebo -, aber bei starken Schmerzen möglicherweise in ihrer Wirkung nicht ausreicht." ...

Entnommen aus dem Deutschen Ärzteblatt, Jg. 101, Heft 3, 16. Januar 2004

Kommentar: Der letzte Satz der Interpretation des Erstautors Meißner zeigt wenig Erfahrung in der klinischen Anwendung der Akupunktur. Aus der alltäglichen Praxis der Akupunktur ist bekannt, dass Akupunktur selbst bei schwersten chronischen Schmerzzuständen wie Trigeminusneuralgie, Migräne oder Zosterneuralgie wirksam ist und dies auch nachhaltig, dass heißt das Akupunktur hier oft eine dauerhafte Heilung bewirkt.


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