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| Akupunktur - Patienteninformationen Qualitätsinitiative Akupunktur | |||||
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Schwäche des Milz-PankreasDie Schwäche des Milz-Pankreas ist ein häufig vorkommendes Störungsmuster der Verdauungsorgane. Es ist durch eine Funktionsschwäche der oberen Verdauungsorgane gekennzeichnet, die sich auch auf Dünn- und Dickdarm auswirken können. Durch einen Mangel an Verdauungssäften wird die Nahrung nur unzureichend verdaut, unverdaute Nahrungsreste können ausgeschieden werden. Maldigestion und Malabsorbtion sind westliche Diagnosen dieser Gesundheitsstörung. Übermäßige Müdigkeit und Schwächegefühl mit leichter Erschöpfbarkeit sind häufige Beschwerden, die die Lebensqualität deutlich einschränken können. Neben diesen Symptomen können auch Beschwerden des Magens mit Sodbrennen, Hitzegefühl in der Magengegend aber auch ein Leergefühl im Oberbauch auftreten. Magenschmerzen sind Kennzeichen einer Fülle des Magens. Eine Vielzahl von weiteren Symptomen ist typisch zum Beispiel Blähbeschwerden, Druckgefühl im Bauchraum, seltener Bauchschmerzen, Appetitmangel oder Verlangen nach bestimmten Nahrungsmitteln wie zum Beispiel nach Süßem. Weiche Stühle nach dem Essen oder auch wiederkehrender Durchfall sind typische Begleitsymptome. Auch eine Neigung zu Verstopfung kann die Beschwerden verstärken. Auch Heißhunger auf bestimmte Nahrungsmittel ist ein häufiges Symptom. Eine Schwäche des Bindegewebes und Neigung zu Fettansammlungen können begleitend auftreten. Die Zunge ist meist vergrößert und hat seitlich Zahneindrücke. Auch Kältesymptome wie leichtes Frieren, kalte Füße und Hände können vorliegen. Eine leichte Blutschwäche mit Müdigkeit und Erschöpfungsgefühl können vorhanden sein. Die Therapie der Schwäche des Milz-Pankreas kann vielfältig sein: Im Mittelpunkt steht die Akupunktur und begleitende Ernährungsmedizin. Hier steht das strikte Meiden von Süßem ganz im Vordergrund. Das Essen sollte gut gekaut werden. Man sollte sich viel Zeit zum Essen nehmen und das Essen genießen. Kalte und „feuchte“ Nahrungsmittel wie Gurken, Melonen, rohe Mohrrüben sollte man meiden. Schwer verdauliche Lebensmittel und fette Speisen verschlimmern die Beschwerden. Warme Nahrung bereits morgens sind sehr nützlich und können zu einer schnellen Besserung beitragen. Warme und nährende Suppen z. B. Hühnersuppe oder Gemüsesuppe sind zu empfehlen. Man sollte nicht zu spät abends essen, da dann die Nahrung zu lange unverdaut liegen bleibt und die Symptome deutlich verstärken kann. Massage des Bauches mit kreisenden Bewegungen im Rahmen einer Tuina-Therapie sind erleichternd und führen zu einer Besserung der Lebensqualität. Qi Gong, die chinesische Atem- und Meditationstherapie ist sehr wirksam, um die Schwäche zu lindern und die Lebenskräfte übend deutlich anzuregen. Bei schweren Fällen kann die Gabe von chinesischen Heilkräutern notwendig werden. Auch die Moxibustion, d.h. das Anwärmen von bestimmten Akupunkturpunkten kann nützlich sein.
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