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Online-Nachrichten 17. März 2005 |
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Siegel zur AkupunkturqualitätWie bereits Kersken in einer fundierten Analyse von Studien 1993 feststellte, ist die Qualität der Akupunkturanwendung im kontrollierten klinischen Studien in der Regel minderwertig, gerade wenn das Studiendesign gut beurteilt wird. Dies ist auch jetzt wieder ein bemerkenswertes Phänomen in den beiden großen Krankenkassenstudien. Das Monitoring in den jetzigen Studien war primär auf die Datenerfassung fokussiert, nicht auf die Qualität der Akupunkturdurchführung. In erster Linie wurden westliche Anwendungsformen der Akupunktur praktiziert, wie sie meist im klinischen Alltag üblich sind. Eine Chinesische Diagnose als Voraussetzung und wesentliches Fundament einer Akupunktur wurde nur in wenigen Fällen gestellt. In der Gerac Studie wurde zwar von der Anwendung einer „TCM-Akupunktur“ gesprochen, in der Realität war dies jedoch selten der Fall, wie auch Molsberger andeutete, indem er davon sprach, dass „dem Vogel die Flügel gestutzt werden mussten“. Die Akupunktur praktizierenden Ärzte in der Gerac Studie hatten in der Mehrzahl lediglich eine Ausbildungsdauer von 140 Stunden, mit der das Stellen einer fundierten Chinesischen Diagnose nicht möglich ist. Eine Begrenzung der Sitzungszahl bei chronischen Erkrankungen auf 10 bis 15 Sitzungen führt auch nicht zu optimalen Langzeit-Behandlungserfolgen. Aus Kostengründen reduzieren zurzeit die Ersatzkassen die Zahl der zu vergütenden Akupunkturen auf 8 bis 10, mit der Begründung das bereits nach 8 Sitzungen Behandlungserfolge in den Studien sichtbar werden. Die Wirkungen der westlichen Akupunktur sind bei einfacheren Erkrankungen wie Gonarthroseschmerzen deutlich besser, als dies bei Migräne der Fall ist, die eine rigorose Anwendung einer Chinesischen Akupunktur erfordert. Die Chinesische Akupunktur unter Einschluss einer Chinesischen Diagnose zeigt gerade bei chronischen Erkrankungen nach einhelliger Expertenmeinung deutlich bessere und auch nachhaltige Erfolgsergebnisse, wie die jetzt vorliegenden Behandlungsergebnisse aus den Krankenkassenstudien. In den Krankenkassenstudien wurden die Langzeitwirkungen der Akupunktur nur unzureichend (6 Monate) erfasst. Gerade auch aus der sich jetzt zeigenden Problematik der niedrigen Qualität der Akupunktur in den Krankenkassenstudien, wird eine Initiative für eine bessere Akupunktur-Qualität erforderlich. In den nächsten Monaten werden wir mit einer Initiative unter dem Motto: „Ärzte für eine Akupunktur nach allen Regeln der Kunst“ in die Öffentlichkeit gehen. In den nächsten Wochen sollen dafür Leitlinien bzw. Standards für eine hochwertige Akupunktur-Qualität in Form eines Konsenspapiers zur Akupunktur-Qualität erarbeitet werden. Daraus wird ein einheitliches Siegel zur Akupunktur-Qualität erwachsen, das neben einer fundierten Ausbildung und jährlichen Fortbildungen, Leitlinien und Standards für die Praxis der Akupunktur beinhalten wird. Nächste Meldung: Ein besonderer Vertiefungskurs in Berlin
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