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2008 Akupunktur war im Schlafzustand...

2009 ist Aufwachen angesagt!

2008 war ein schwieriges Jahr. Die Akupunktur verharrte in tiefem Schlaf. Die Akupunkturfortbildung dümpelte auf einem Minimalniveau.

Über 80 % der Akupunktur-Ärzte praktizieren nur noch Kassenakupunktur bei zwei Diagnosen. Oft wenden sie einfache Rezept-Akupunktur nach ähnlich mechanistischen Konzepten an wie westliche Medikamente: „Ein Symptom – ein Medikament“, oder jetzt „Ein Symptom – ein Punkt“. Westlicher Reduktionismus ist die Folge. Eine Anwendung der Akupunktur ohne Qi, ohne Energie, ohne Chinesische Diagnose.

Bei Gonarthroseschmerzen und LWS-Syndrom war die Anwendung der Akupunktur meist ohne diagnostische oder therapeutische Herausforderungen für die Ärzte geblieben. Die Folge: Weniger Langzeitwirkung.

Medizinbürokraten der Krankenkassen und der Kassenärztlichen Vereinigung haben eine hochwirksame Methode in ihr krankes System integriert, verwestlicht und damit impotent gemacht. „Akupunktur ist nicht mehr erotisch“ wird von einigen Ärzten bemerkt. Keine Anziehungskraft mehr für viele, weil Akupunktur mit nur zwei Diagnosen keine Herausforderung darstellt. Die Behandlung von ausschließlich Knie- und Rückenschmerzen sei „langweilig“... Die Folge ist, dass die Motivation der Ärzte deutlich gesunken ist.

Akupunktur ist so in einen  bedächtigen Schlafzustand verfallen. Eine energetische Anwendung der Akupunktur ist für viele Ärzte nicht zugänglich, da sie von der hohen Anzahl ihrer Kassenpatienten ermüdet werden. Für einen kreativen Umgang mit Lebensenergie bleibt dann keine Energie mehr übrig. So ist es ihnen auch nicht gelungen, Akupunktur zu einer Selbstzahler-Medizin zu entwickeln, also die Patienten zu motivieren mehr für ihre Gesundheit zu tun.

Gerade „zerbröselt“ der Materialismus in der Finanzkrise... Was bedeutet das für die Medizin? Was tun in dieser Krisenzeit, auch für die Akupunkturanwendung?

Jetzt aktiv werden. Aufwachen!

Wir können 2009 aktiv werden und  aus dem Akupunktur-Schlaf aufwachen!  Und ... optimistisch in die Zukunft blicken!

Zunächst richten wir die Aufmerksamkeit auf das weite Spektrum von Indikationen mit guter Heilwirkung, die wir in der Akupunkturpraxis bisher gewonnen haben. Allergie und Asthma, Migräne und Trigeminusneuralgie, Tinnitus, Parkinson und Schwindel sind lange schon bewährte Indikationen für eine Akupunkturtherapie. Bei einem breiten Spektrum von gynäkologischen Störungen wie Dysmenorrhö oder Klimakteriumsbeschwerden sowie auch Störungen der Fertilität hat Akupunktur ebenfalls hervorragende Wirkungen, die schulmedizinische Methoden nicht erreichen. Dies liegt sicherlich auch an den Grundvorstellungen der Chinesischen Medizin, die besonders die Störungen der Lebensenergie wie Fülle, Mangel an Fließen oder Qi-Schwäche einbezieht. Die Blindheit der westlichen Medizin hinsichtlich der Ursache von Erkrankungen in Form von Störungen der Lebenskräfte ist eine Quelle für den Mangel an Wirksamkeit der westlichen Medizin.

Wie können wir die Patienten motivieren, für ihre Gesundheit aktiv zu werden und auch in einer Krisenzeit die Akupunktur selbst zu bezahlen? Mit anderen Worten: Wie können wir die Akupunktur zu einer Selbstzahlermedizin machen?

Zunächst informieren wir natürlich über die ausgezeichnete Heilwirkung der Akupunktur, die nicht nur Schmerzen lindert, sondern auch die Lebenskräfte der Patienten aktiviert und somit deutlich stärkt, die Körperabwehr anregt, das Fließen der Lebenskräfte fördert und so allgemein belebt.

Auf die Qualität kommt es gerade jetzt an. Um besondere Heilwirkungen zu erzielen, ist somit die Praxis einer Qualitätsakupunktur erforderlich. Voraussetzung dafür ist wiederum eine gute Diagnose, das bedeutet: eine exakte Chinesische Diagnose.

Welche weiteren therapeutischen Maßnahmen gibt es für den Patienten neben der Akupunktur? Angezeigt sein können hier Moxibustion, Ernährungsberatung, Qi Gong und Meditationen oder die Gabe von Heilkräutern.

Neben der persönlichen Beratung haben sich auch Patienten-Seminare in kleinen Gruppen bewährt, in denen die Patienten die Quellen ihrer Energien kennenlernen. Im Düsseldorfer Akupunktur Centrum haben wir ein Konzept entwickelt, bei dem die Teilnehmer an fünf wöchentlich stattfindenden Sitzungen von jeweils zwei Stunden die Energien der einzelnen Organe bzw. Funktionskreise kennenlernen und aktiv unter Einbeziehung von Qi Gong einüben können. Infobögen helfen, die einzelnen Inhalte auch theoretisch genauer kennenzulernen. Dieses Vorgehen hat sich in der Praxis als außerordentlich hilfreich erwiesen.

Seit vielen Jahren schon legen wir in unseren Kursen besonderen Wert auf das Erlernen der Chinesischen Diagnose. 2009 werden wir die Praxis in den Akupunkturkursen jedoch noch stärker betonen: In Praxis-Intensiv-Workshops wird das Stellen einer Chinesischen Diagnose in Patientenbesprechungen fundiert vermittelt. Aku-Taping, Gua Sha oder Japanische Akupunktur ergänzen das therapeutische Spektrum.

Die meisten Akupunktur praktizierenden Ärzte haben eine Holz-Konstitution, d. h. sie sind aktiv, sportlich, lieben Bewegung und sind meist aktiv im Bewegen von Gefühlen. Sie sind „Macher“ im positiven Sinne und bewegen die Energien ihrer Umgebung. Deshalb praktizieren sie auch Akupunktur, denn hier kann man viel bewegen.

Gerade die aktiven Akupunkturärzte sollten sich daher befreien von den einschneidenden Reglementierungen der KV und der sonstigen Medizinbürokratie durch die Reduzierung des Diagnosespektrums. Eine stupide Einengung der Akupunktur unter dem Deckmantel der Wissenschaft, einer plazebokontrollierten... Die zwei Diagnosen sind, wie gesagt, keine Herausforderung - was zu einer öden Routine führt, die  meist ohne kreative Energie abgeleistet wird, gewissermaßen im Schlaf.



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