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Behandlungsmethoden | |||||
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Akupunkturbehandlung bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer depressiver Episode und bei generalisierter Angststörung Randomisierte, plazebokontrollierte Studie von Helmut Eich Im Rahmen einer randomisierten, plazebokontrollierten, modifiziert doppelblinden Studie wurde die Wirkung einer Akupunkturbehandlung an Patienten mit leichter bis mittelschwerer depressiver Episode (ICD10 F32.0, F32.1; n=43) und mit generalisierter Angststörung (ICD10 F41.1; n=13) untersucht. Die Akupunktur stellte die primäre Behandlungsform dar, als Bedarfsmedikation war die kontrollierte Einnahme eines Benzodiazepins möglich. 14 Tage vor den Akupunkturbehandlungen wurden die Antidepressiva abgesetzt. Jeder Patient erhielt 10 Akupunktursitzungen von jeweils 20 Minuten Dauer. Die Akupunkturbehandlungen wurden an aufeinanderfolgenden Wochentagen unter Ausschluß des Wochenendes durchgeführt. Entsprechend der randomisierten Gruppenaufteilung erhielten je 28 von 56 Patienten eine Verum- bzw. Plazebo-Akupunktur. Die Patienten der Verum-Akupunkturgruppe wurden mit den Punkten: Du 20, Ex. 6, He. 7, Pe. 6, Bl. 62 behandelt. Die Patienten der Plazebo-Gruppe wurden an Kopf, Händen und Füßen genadelt, an Stellen, an denen keine spezifischen Akupunkturpunkte bekannt sind. In beiden Gruppen wurden jeweils 11 Einmalnadeln gesetzt. Als zentrale Prüfvariable wurde das globale Arzturteil (CGI) gewählt. Das globale Arzturteil gibt die therapeutische Wirksamkeit im Vergleich zur Ausgangslage wieder. Die Beurteilung erfolgte durch einen Arzt, der nacheinander den Schweregrad der Krankheit, den Heilungserfolg sowie die therapeutische Wirksamkeit einzuschätzen hatte. Weitere Prüfvariablen waren die Hamilton-Depressions-Skala, die Hamilton-Angst-Skala, die v. Zerssen-Befindlichkeits-Liste und die -Beschwerde-Skala. Die Prüfvariablen wurden vor Beginn der Akupunktur, nach der 5. und nach der 10. Akupunktursitzung getestet. Die Studie stand unter der Bedingung der Doppelverblindung - weder der Arzt, der die Ratings vornahm, noch die Patienten wußten, wie die Behandlung durchgeführt wurde. Patienten der Verum-Gruppe zeigten nach 10 Akupunkturen eine signifikant größere Besserung (gemessen anhand der Verminderung des Schweregrades der Erkrankung nach dem globalen Arzturteil) im Vergleich zur Plazebo-Gruppe (0.92 ± 0.97 vs. 0.36 ± 0.73; p<0.05). Entsprechend den zuvor definierten Kriterien wurden Patienten, deren Zustandsänderung in der Hauptprüfvariablen CGI im Verlauf der Behandlung als viel besser oder sehr viel besser eingestuft wurde, als Responder klassifiziert. Im direkten Vergleich zwischen Verum- und Plazebo-Gruppe fanden sich nach 10 Akupunktursitzungen signifikant (Chi-Quadrat-Test p<0.01) mehr Responder in der Verum-Gruppe, 60.7% gegenüber 21,4% in der Plazebo-Gruppe. Demgegenüber ergaben sich nach 5 Akupunktursitzungen noch keine statistisch signifikanten Unterschiede. Die Multivarianzanalyse mit dem unabhängigen Faktor Gruppe (Verum vs. Plazebo) und den Ergebnissen der Ratingskalen (Gesamtwert HAMD, HAMA, Bf-S, B-L) im Verlauf der follow-up Untersuchung als abhängige Variablen (ANOVA, 1;54 D.F.) zeigte außerdem einen deutlichen Gruppenunterschied bezüglich des Gesamtwerts der Hamilton-Angstskala: Patienten der Verum-Gruppe zeigten nach 10 Akupunkturen einen deutlich niedrigeren mittleren HAMA-Score im Vergleich zu Patienten der Plazebo-Gruppe - F= 3.29; p=0.075. Dieses Ergebnis korreliert mit der Tatsache, daß 85.7% der Patienten mit Angststörungen, die randomisiert der Verum-Gruppe zugeteilt worden waren, nach 10 Akupunkturen als Responder eingestuft wurden. Zusammenfassend legen die gefundenen Ergebnisse den Schluß nahe, daß eine Behandlung
mit Akupunktur bei genannter Indikation zu einer signifikanten Besserung führt. Dabei
zeigen sich die größten Behandlungserfolge bei Patienten mit generalisierten
Angststörungen. Maßgeblich für den Therapieerfolg ist eine Anzahl von mehr als 5
Akupunktursitzungen und das Nadeln spezifischer Akupunkturpunkte.
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