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Online-Nachrichten
18. Mai 2000

Evidence Based Complementary Medicine Kongress in München war ein voller Erfolg

Das erste Mal fand Anfang April ein Kongress zum Thema Evidence Based Complementary Medicine u.a. mit dem Themenschwerpunkt Akupunktur statt. Von dem vom Münchener Modell hervorragend organisierten Kongress nahmen über 250 in- und ausländische Kollegen teil.

Bei diesem Kongress zeigte sich erneut, dass die Akupunktur von allen Methoden der Komplementärmedizin am besten erforscht ist. Im Vordergrund des Interesses standen Systematic Reviews zu verschiedenen Themen, sowie die Problematik der randomisierten plazebo-kontrollierten klinischen Studien, die z. Z. den goldenen Standard bilden.

Ein weiteres Thema, das viel diskutiert wurde, war die vorurteilbehaftete Einstellung (bias) der Untersucher und deren Wirkung auf das Studienergebnis, nicht nur bei den einzelnen Untersuchungen sondern besonders bei Metaanalysen. Auch die Bedeutung von nicht kontrollierten Studien, die jetzt "outcome studies" heißen, wurde in mehreren Vorträgen erörtert. Gerade die outcome studies können viele brennende Fragen für die Praxis der Akupunktur beantworten, z. B.:

  • Welche prozentuelle Wirksamkeit zeigt die Akupunktur bei den einzelnen Indikationen? 

  • Wie findet man die non-responders? 

  • Wie viele Sitzungen sind für eine optimale Wirkung erforderlich? 

  • Ist die Anzahl der Nadeln relevant, und wie müssen die Nadeln stimuliert werden? 

  • Ist eine chinesische Diagnose erforderlich?

Methodologisch gut entworfene multizentrische prospektive Outcome Studien könnten auf diese Fragen klinisch relevante Antworten geben.

In Kürze werden wir ausführlicher über den Kongress berichten und auch einzelne Vorträge referieren.
Münchener Modell

Literatur:
Abstracts, Evidence Based Complementary Medicine, Forsch Komplementärmed 2000; 7:29-58
21 Abstracts zum Thema Akupunktur, Kongress Evidence Based CM in Dt. Ztschr. f. Akup. 1/200:39-46

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