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Patienteninformation | |||||
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von Gabriel Stux Auch im Westen wird Akupunktur immer häufiger als Alternative oder als ergänzende Behandlungsform bei Heuschnupfen angewendet. Die gute Wirkung der Akupunktur bei Heuschnupfen, aber auch bei anderen Allergien, zeigt sich in der täglichen Praxis. Die Erklärung für diesen Therapieerfolg liefert die Theorie der chinesischen Medizin: Bei Heuschnupfen ist z.B. die Lebensenergie der oberen Atmungsorgane gestaut und dadurch im Übermaß vorhanden. Es kommt zu vermehrter Funktion der Nasenschleimhäute mit übermäßiger Sekretproduktion und Überreizung in Form von Jucken und Rötung der Augen- und Nasenschleimhäute. Bei Allergien ist zusätzlich eine Schwäche des Milz-Pankreassystems zu finden. Nach traditioneller Vorstellung der chinesischen Medizin liegt jedoch als tiefe Grundlage bei Heuschnupfen eine Schwächestörung der Lunge vor, häufig begleitet von Milz-Pankreas-Schwäche. Die Therapie ist auf die Stärkung der geschwächten Organsysteme und einen ausgleichenden Einfluss auf die Lungenfunktion ausgelegt. Beim Vorliegen von pathogenen Faktoren, wie Hitze, Wind oder Feuchtigkeit, werden diese mit entsprechenden Punkten eliminiert. Stagnation von Schleim in der Lunge löst man mit dem Punkt Ma. 40 Fenglong. Auch die übermäßige Schleimproduktion wird mit diesem Punkt reguliert. Mit Hilfe der Akupunktur, also der Nadelung von Punkten im Verlauf der Meridiane, die das zugehörige Organ Lunge dämpfen, kann man den Füllezustand der oberen Atemwege ausgleichen und so die normale Funktion der Schleimhäute wiederherstellen. Um einen dauerhaften Ausgleich der Lebensenergie der Atmungsorgane zu erreichen, behandelt man Heuschnupfen mit 8-12 Akupunkturanwendungen. Die Therapie wird 1-2 Wochen vor dem voraussichtlichen Beginn der Heuschnupfenbeschwerden mit 2 Behandlungen pro Woche begonnen. Man behandelt im allgemeinen 6-8 Wochen lang, in den letzten Wochen nur einmal wöchentlich. In den meisten Fällen wird im ersten Jahr eine Besserung der Beschwerden um 50-80% erreicht, im zweiten Jahr häufig eine noch weitergehende Beschwerdelinderung.
Aus: Stux G (1996)
Literatur Pomeranz B, Stux G (1989) Scientific Bases of Acupuncture. Springer,
Berlin Heidelberg New York Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in: Dr. med. Gabriel Stux
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